Ausgabe #1

Best Practice Tipps

Branding und Innenausbau mit Sparpotenzial
Wie man über Einmalkosten das Roadshow-Budget vergrößert

Ein auffälliger Showtruck transportiert als Eyecatcher unsere Marke auf der Straße. Mit seinem rundum gelungenen Branding soll er als Botschafter so ziemlich alle verzücken, die ihn an Kreuzungen, bei Events, Supermärkten und auf der Autobahn sehen; vor allem natürlich unsere Zielgruppe.

Dank bedruckter Folierung, die es sogar mit Anti-Graffiti-Beschichtung gibt, kann man jedes Infomobil bzw. jeden Showtruck exakt in der Firmenfarbe an allen Flächen außen und natürlich auch im Innenraum bekleben. Mehr Spielraum als bei der Tuning-Szene, wo das so genannte Car-Wrapping gang und gäbe ist, gibt es beim Branding der Marken-Trucks. Denn die Kreativen in Agentur und Unternehmen finden hier eine echte Herausforderung, das Corporate-Design oder den Product-Style bis hin zu ganzen Produktwelten auf einem Fahrzeug umzusetzen.

Wir empfangen die Kunden so, wie sie uns kennen

Weil wir ja Profis in der Werbung und Kommunikation sind, lassen wir uns natürlich auch nicht bei der Innenreinrichtung unseres fahrenden Augenschmauses lumpen. Sie soll so aussehen, wie uns die Kunden von Messeauftritten oder aus dem Showroom in der Firma kennen.

Ein Bravo denjenigen, die bis hierher gekommen sind! Denn sie liegen mit ihrem Anspruch an einen „entweder ganz oder gar nicht“-perfekten Auftritt richtig.

Deshalb wäre es jammerschade, wenn die so von Machern und Designern ins Leben gerufene Erlebniswelt auf Rädern nur für einen beschränkten geografischen Bereich oder begrenzten Kreis an Kunden genutzt wird! Denn die Einmalkosten sind ohnehin schon bezahlt. Also was soll’s: Unsere Vertriebskollegen im mindestens europäischen Ausland wären mehr als glücklich, wenn sie einen Showtruck oder das Infomobil mit komplett fertiger Individualisierung für ihre wichtigsten Direktkunden oder Distributoren auch endlich einmal einsetzen könnten. Vielleicht muss noch das ein oder andere Wording in der Landessprache ausgetauscht werden – aber dann geht es nach z.B. zwei Monaten Deutschlandtour nach Italien, Frankreich und Benelux, aber auch für ein paar Tage hin zu den lieben Kollegen in Portugal. Im Bestfall gibt es einen Umlageschlüssel, wie jedes Land an den Kosten der Individualisierung beteiligt werden kann. Wie sich das rechnet? Ganz einfach:

Je länger und häufiger ein fertig bestücktes Marketingfahrzeug auf Tour ist, desto geringer sind die Stückkosten pro Aktionstag beim Handel oder pro Event.

Kollegen in Ländern mit geringerem Umsatzanteil können dann sagen: „Ich kann mir nun doch meine eigene kleine Roadshow leisten, weil die Kosten für ein Branding und Interieur bereits bezahlt wurden.“

Kleinere Niederlassungen hängen sich einfach in das Fahrwasser der bereits laufenden Roadshow des Hauptlandes am Ende dran und profitieren sogar noch in maximalem Umfang von den Erkenntnissen der vorausgegangenen Tour. Dabei geht es gar nicht nur allein um die Einsparung von reinen Produktions- und Montagekosten einer Individualisierung. Denn im Vorfeld wurde auch schon dafür einiges an Zeit und Kosten für Konzept, Diskussionen, Layout und Abstimmungen am Fahrzeug aufgewendet. Genau eben diese Vorlaufkosten sind Einmalkosten und sollten als solche auch gelebt werden! Dann wird richtig Geld gespart.Regelmäßigkeit wie bei Anzeigenstrecke?

Seit vielen Jahren wissen wir, dass eine einzige Werbeanzeige in welcher Publikation sie auch immer stehen mag, kaum eine Wirkung erzeugt. Die Seite ist schnell überblättert; also braucht es einer gewissen Regelmäßigkeit der Erscheinungsweise; ganz abgesehen von der Streuung der gleichen Werbebotschaften für Marke und Produkt in anderen Zeitungen und Zeitschriften.

Printanzeigen zählen immer noch zum ATL-Maßnahmenrepertoire. Roadshows haben mit Printanzeigen aber gemeinsam, dass eine Anzeige, respektive wenige Tage Einsatz keine große Wirkung erzeugen. Im Normalfall sollte eine Roadshow nicht unter einem Monat gemacht werden. Im Idealfall aber wiederholen Unternehmen ihre Roadshow von Jahr zu Jahr wieder, ähnlich der Anzeigenstrecke. Betrachtet man hingegen kaufmännisch den Bestfall, ist das zum Beispiel mit der Marke gebrandete und innen für Produktpräsentation eingerichtete Fahrzeug über einen mehrjährigen Zeitraum auch für andere Abteilungen im Einsatz. Die parallele Mitverwendung durch andere Abteilungen geht dann sehr einfach, wenn bereits bei der Planung der Basis-Inneneinrichtung ein Wechsel auf verschiedene Produkt- oder Dienstleistungsgruppen vorgesehen ist.

Änderung des Brandings mit Produktgruppe oder -name und dazu noch jederzeit im Plug&Play-Verfahren austauschbare, mit Produkten vormontierte Innenwände sparen enorm Kosten und das viel zitierte Umweltbewusstsein kann auch hier nachvollziehbar gelebt werden.


Die drei wichtigsten Empfehlungen zum Thema Einsparung auf einen Blick:

  • Der bereits fertig individualisierte Promotiontruck kann nach der Tour auch anderen Länder zur günstigen Weiternutzung zur Verfügung stehen.
  • Zum Truck als Above-the-Line-Marketing-Tool gehört die regelmäßige Wiederholung einer Roadshow.
  • Je länger und intensiver ein Truck genutzt wird, desto günstiger ist der so genannte Stückpreis pro Einsatz – aber auch pro Tag als höchst auffällige, fahrende Mediafläche.
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