Ausgabe #2

Ratgeber

Showtruck und Infomobil kaufen oder mieten

Sind Fahrzeuggröße und Rundum-Sorglos-Anspruch alles entscheidende Faktoren?

Kaum eine andere Thematik rund um die Wahl eines professionellen Marketingfahrzeugs könnte bei der wirtschaftlichen Betrachtung komplexer sein: Kauft oder mietet man besser?

Wer einmalig nur einige Wochen oder wenige Monate eine Roadshow machen will, braucht sich die Frage nach Kauf gar nicht zu stellen. Doch wie fällt die Entscheidung aus, wenn man bereits fest damit plant, mit so einem Infomobil oder Showtruck auch in den folgenden Jahren eine Tour im gleichen Zeitfenster zu wiederholen?

Noch leichter könnte die Antwort ausfallen, wenn von vornherein eine Roadshow-Kampagne über gleich mehrere Jahre Dauer und vor allem mit dem permanenten Einsatz eines Fahrzeuges geplant ist. Sollte da nicht eigentlich klar sein, dass man dann ein Fahrzeug gleich kauft anstatt mutmaßlich teurer zu mieten?

Ein weiteres Betrachtungsszenario für Profis, die in Mengen denken: Was ist, wenn man gleich mehrere Fahrzeuge braucht, das ganze Jahr durch oder nur in zeitlich wiederkehrenden Blöcken? Und, egal ob man gekauft oder gemietet hat – wo hat die Flotte dann ihren Abstellplatz – zentral oder dezentral?

Mit einer systematischen Einzelbetrachtung der wichtigsten Sachlagen nach Wirtschaftlichkeit, Praktikabilität und Zukunftstauglichkeit findet man relativ einfach die zum Unternehmen passende Lösung.

Allein nur die Formel „Je länger die Nutzungsdauer – desto sinnvoller die Anschaffung“ zur Wirtschaftlichkeitsberechnung anzusetzen, würde die Entscheidungsfindung nur zu einem Teil beantworten. Denn es müssen schon weitere gewichtige Fakten auf dem Tisch liegen, wie beispielsweise der absehbare Aufwand für den Unterhalt, wozu nicht nur allfällige Wartungen und Reparaturen gehören, sondern auch das so genannte Fahrzeugmanagement. Nicht umsonst gibt es das Zitat „Eigentum verpflichtet“. Und diese Verpflichtung muss man organisatorisch auch stemmen und längerfristig abbilden können.

Überschaubarer scheint dagegen das so genannte Full-Service-Leasing oder gar noch ungebundener was die Laufzeit anbelangt, die Full-Service-Miete zu sein! Beide Varianten sind kostenmäßig von vornherein relativ gut zu überblicken, wobei die Fahrzeugbetreuung sowie das Risiko von Schäden auf den Anbieter verlagert ist. Dieser kalkuliert solch eine Eventualität, etwaige Reparaturen sowie regelmäßige Prüfungen des Fahrzeuges pauschal ein.

Möglicherweise liegt die Antwort aber auch genau zwischen Kaufentscheidung oder Miete: Die Hybrid-Lösung – mit größtmöglicher Flexibilität bei der steuerlich oder kostenmäßig mitunter lukrativeren Form von Kauf und gleichzeitig aber der Rundum-Betreuung des Fahrzeuges in Form eines praktischen Operating- und Hostingvertrages.

Die wichtigsten Überlegungen für Kauf oder Miete

1. Geplante Einsatzdauer des Fahrzeuges?

Wenn die gesamte Einsatzdauer und somit Verfügbarkeit eines Fahrzeuges definitiv kürzer als 24 Monate geplant ist, braucht man eher nicht über einen Kauf nachdenken. Denn je kürzer die Zeitspanne für die Nutzung ab Kaufdatum ist, umso höher fällt der proportionale Wertverlust aus. Den Aufwand für einen Wiederverkauf, verbunden mit gegebenenfalls erheblichen Kaufpreisabschlägen nach kurzer Nutzungsdauer sollte man nicht unterschätzen.

Aber selbst wenn man von mehr als drei Jahren Nutzungsdauer ausgeht, bedeutet das noch lange nicht, dass dann ein Kauf wirtschaftlich vorteilhafter als die Anmietung ist. Im Einzelfall muss trotzdem geprüft werden, um welchen Fahrzeugtyp und den damit verbundenen Umfang an Betriebskosten und Handling-Aufwand es sich handelt.

Tipp für Kaufwillige:

Fragen Sie Ihren Fahrzeuganbieter, ob Sie das Fahrzeug nach der geplanten Nutzungsdauer zu einem garantierten Restwert zurückgeben können.

2. Welche Rolle spielt die Fahrzeuggröße?

Eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für Kauf oder Miete ist tatsächlich die Größe und mitunter auch das Gewicht des künftigen Marketingfahrzeuges. Beispielsweise ist ein Anhänger zur Verwendung als stattlicher Info- oder Messestand langfristig betrachtet das ideale Kaufobjekt, wenn man zum Transport einen Mercedes Sprinter oder VW-Bus einsetzt.

Denn so ein mobiles Präsentations- und Sales-Tool kostet auch bei längeren Standzeiten kaum Geld. Es fallen keine Motorkundendienste an und achtet man auf Achsen sowie richtigen Reifendruck, ist so ein Popup-Store oder Infostand die erste Wahl beim Kauf.

Noch handlicher und damit schneller ist ein Infomobil, das in der 3,5-Tonner-Klasse wegen der kleinen Führerscheinklasse B sogar von den eigenen Kollegen gefahren werden könnte und genau das ist auch ein Kaufkriterium. Wer den Eigenbetrieb nicht will, bucht eben zum Anhänger-Gespann und Infomobil das so genannte Operating dazu. Und unter dieser Prämisse erscheint dann auch der Kauf eines Kleinsattelzuges als nachvollziehbar. Denn weniger Gewicht bedeutet weniger nötige Technik und das spart Unterhaltskosten.

Geradezu das Gegenteil findet man in der großen LKW-Klasse, den Supershowtrucks, bei denen die Sattelanhänger als mehrfach verbreiterbare Showrooms in Kaufpreisklassen ab 600.000 Euro bis nahezu eine Million kosten. Wer hier mit einem Kauf einsteigt, muss bereits über viele Jahre Erfahrung mit dem Betrieb dieser Fahrzeugkategorie haben und bereit sein, hohe Kosten für den Unterhalt zu tragen. Übrigens: Das Finanzamt unterstellt in der großen Klasse eine Abschreibungsdauer von 11 Jahren, was zum Steuern sparen also weniger taugt.

Tipp:

Je überschaubarer das Marketingfahrzeug in seiner Größe desto eher der Kauf. Leasing bis hin zur Full-Service-Betreuung vereinfacht und verkürzt intern meist zeitliche Entscheidungswege.

3. Fühlt sich Eigner besser als Charter an?

In beiden Fällen ist der Showtruck mit dem Corporate Design entsprechend innen und außen gebrandet und das Interieur könnte im Idealfall sogar für mehrere Produkt- oder Unternehmenssparten konzipiert sein. Insofern spielt es in den meisten Fällen keine Rolle, wo das Fahrzeug zugelassen ist, also wo es seinen Heimathafen hat.

Für den Kauf bzw. nachranging das Leasing, könnten eventuell steuerliche Aspekte sprechen, wobei die sinnvollen Gestaltungsspielräume im Einzelnen genau abzuklären sind. Viel mehr als der mögliche steuerliche Einspareffekt könnte da schon eher der Stolz des Unternehmens eine Rolle spielen. Schließlich erkennt man den Showtruck oder das Infomobil auch am Kfz-Kennzeichen und man zeigt damit Innovationskraft und Marktstärke. Kann man dazu noch ein markantes Einsparungspotenzial durch Eigenbetrieb hochrechnen, dann fährt man unter eigener Flagge eventuell besser.

4. Macht der eigene Betrieb eines Fahrzeuges Sinn?

Das kommt ganz darauf an, was mit dem Fahrzeug gemacht werden soll und wie groß es ist. Denn der Betrieb – das so genannte Operating – setzt allein schon voraus, dass der Fahrzeugbetreiber über qualifizierte Mitarbeiter on tour aber auch in house verfügt. Bis zum Infomobil und Anhängergespann funktioniert das meistens ohne Probleme.

Je größer aber die Fahrzeugeinheit ist, werden hier beispielsweise die direkten Kosten für das Recruiting, die Qualifizierung und Vergütung von Truck-Managern schnell unterschätzt und obendrauf muss dann noch die Disposition, also Einsatzsteuerung gerechnet werden.

Fazit:

Egal ob Kauf oder Miete: Je größer die Fahrzeugeinheit, desto eher sollte man „fahren lassen“.

Tipp für Käufer:

Fragen Sie Ihren Lieferanten nach Ersatzfahrern für Urlaubszeiten und bei plötzlichen Ausfällen.

5. Was gehört alles zum Unterhalt eines Fahrzeuges?

Gleich vorweg: Ein Marketing-Fahrzeug im eigenen Bestand zu unterhalten ist kein Hexenwerk! Aber es gilt einige infrastrukturelle Voraussetzungen zu haben und rechtliche Verpflichtungen zu kennen. Und je nach Betrieb und Team fühlt sich das anders an. Fakt ist, dass ein Fahrzeug in Pausenzeiten einen sicheren Abstellplatz braucht, im Idealfall wegen des höheren Werts sogar eine Halle.

Ein unmittelbar neben dem Fahrzeug verfügbarer Stromanschluss zur Erhaltung der Batterien ist obligatorisch und dafür auch jemand, der sich mit dem Fahrzeug und seinen technischen Raffinessen auskennt. Bewegungsfahrten während längerer Standzeiten sind dringend anzuraten, wozu auch die allzeit fällige Abfahrtskontrolle zählt. Neben den üblichen Hauptuntersuchungen unterliegen speziell die Anhänger von Showtrucks als mobile Bauten weiteren regelmäßig vorgeschriebenen Prüfungspflichten. Für doppelstöckige Sattel-

anhänger gilt, wie für den Messestand mit zwei Ebenen als sogenannter „fliegender Bau“, auch eine Baubuchpflicht.

Letztendlich gehört zum Unterhalt natürlich immer eine qualifizierte Werkstatt, die Dichtigkeitsprüfungen, die Gerätewartungen z.B. an der Klimaanlage und Generator vornimmt.

Tipp:

Regelmäßig wiederkehrende Sicherheitschecks kann man in Auftrag geben. Bei einem Hosting- und Operatingvertrag oder eben gleich bei der Anmietung ist der Dienstleister für diese Pflichten verantwortlich.

Wissen wie Roadshow geht:

Endress+Hauser kennt sich mit dem eigenen Betrieb von Showtruck & Infomobil aus. Um seinen Kunden einen noch besseren Service zu bieten, hat das Unternehmen in ein neues Kampagnen-Mobil für eine europaweite Roadshow investiert.

„Mitte April war der erste erfolgreiche Einsatz des neuen Showmobiles bei Kunden in Süd-Frankreich, weiter geht die Tour durch Tschechien, Holland und die Schweiz. Dazwischen macht das Mobil auf der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München halt, wo es zwischen den Messehallen im Freigelände Messebesucher erwartet“, erläutert Stefan Probst, Head of Corporate Exhibition Center (CEC) bei Endress+Hauser.


Roadshow zu Anlagenbauern, Ausbildungszentren und Kunden in ganz Europa

Mit dem Schwerpunkt „Frischwasser und Abwasser-Technologie“ werden Besuchern im neuen Kampagnen-Mobil eindrucksvoll und praxisgerecht die verschiedenen Anwendungen und Verfahren gezeigt, die durch die Messtechnik von Endress+Hauser sicherer gemacht wurden.

Anhand von voll funktionsfähigen Exponaten werden typische Installationen individuell präsentiert. Anwendungsberater vor Ort stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung und erklären sämtliche Funktionen. Dabei richten sich die individuellen Beratungen nach den Bedürfnissen und Anforderungen der Roadshow-Besucher.

Dank der großzügigen Einrichtung mit Sitzmöglichkeiten und einem großen Monitor können beispielsweise auch Projektgespräche und mobile Schulungen mit dem Produktportfolio von Endress+Hauser im geräumigen Infomobil durchgeführt werden.

Zurück

ROADSHOW JOURNAL
Futuriastraße 2 - 90763 Fürth

Tel.: +49 911 6000 2 999
EMail: info@roadshow-journal.com

Folgen Sie uns auf: